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25

Jul

2019

San Francisco: Sind E-Zigaretten bald verboten?

San Francisco, USA, könnte die erste amerikanische Großstadt werden, die E-Zigaretten verbietet. Die städtischen Aufsichtsbehörden stimmten für diese Maßnahme und verwiesen dabei auf den anteigenden Konsum Jugendlicher. Eine endgültige Entscheidung wird in der nächsten Woche erwartet.
Die Aufsichtsbehörde von San Francisco genehmigte die Änderung des Gesetzes hinsichtlich des Vertriebs von Tabakerzeugnissen. Dabei sind auch elektronische Zigaretten nicht nur inkludiert, sondern es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, denn die Geräte sollen für eine „wachsende Epidemie des Jugenddampfens“ verantwortlich sein.
Um die Gesetzesänderungen zum Abschluss zu bringen, ist eine weitere Abstimmung in der kommenden Woche notwendig. Erst dann können diese in Kraft treten. Allerdings äußerten die Aufsichtsbehörden auch ihre Besorgnis zu den möglichen Auswirkungen auf kleinere Unternehmen. Es soll daher die Einrichtung einer Arbeitsgruppe erfolgen, um die Maßnahme erfolgreich abzuschließen.
 

Studie: Konsum der E-Zigarette bei Jugendlichen gestiegen

In einer Studie der Zentren für die Kontrolle und Prävention von Krankheiten vom Februar wurde festgestellt, dass im Jahr 2018 etwa 4,9 Millionen Schüler der Mittel- und Oberstufe dampften. Im Jahr davor waren es nur 3,6 Millionen. CDC-Direktor Robert R. Redfield sagte bei der Veröffentlichung der Studie, das Land müsse dazu beitragen, Kinder vor einem vermeidbaren Gesundheitsrisiko zu schützen.
Er sagte weiterhin, dass der Anstieg des Konsums der E-Zigarette bei jungen Menschen die Fortschritte bei der Reduzierung des Tabakkonsums junger Menschen zunichtemache. Eine neue Generation sei so gefährdet, in die Nikotinsucht zu fallen.


Kann das Verbot Jugendliche vom Dampfen abhalten?

Bonnie Halpern-Felsher, Professorin bei Stanford, die untersucht, wie sich E-Zigaretten auf junge Menschen auswirken, konnte nicht mit Sicherheit sagen, ob sich das Verbot auch auf das Konsumverhalten der Jugendlichen auswirken werde. Sie begrüße zwar die Maßnahme, allerdings sei dies nur ein Schritt zur Lösung des Problems. In vielerlei Hinsicht sei das Verbot eine Botschaft an die Lebensmittelüberwachungs- und Arzneimittelbehörde der Vereinigten Staaten (FDA).
Im Jahre 2018 richtete sich die FDA an die E-Zigaretten-Hersteller und forderte diese dazu auf, den Verkauf an Minderjährige einzustellen. Dies solle sowohl für die Geräte als auch für die aromatisierten Dampferzeugnisse gelten.
Ein Sprecher der FDA sagte, dass die FDA bestrebt sei, den besorgniserregenden Konsum der E-Zigaretten bei Minderjährigen weiter zu bekämpfen. Dies umfasse die Einschränkung des Zugangs und der Attraktivität Jugendlicher für aromatisierte Tabakerzeugnisse wie E-Zigaretten, Maßnahmen gegen Hersteller und Einzelhändler, die diese Produkte illegal vermarkten oder an Minderjährige verkaufen, sowie die Aufklärung von Jugendlichen über die Gefahren von E-Zigaretten und anderen Tabak Produkten.


Das Verbot aus Sicht des Unternehmens Juul

Das in San Francisco ansässige E-Zigaretten-Unternehmen Juul betrachtet das Dampfen als eine gesündere Alternative zum Rauchen von Tabak. Juul hat erklärt, dass dennoch Schritte unternommen worden seien, um Kinder von der Verwendung seiner Produkte abzuhalten. Das Unternehmen gab in einer Erklärung bekannt, dass es seinen Online-Prozess zur Altersüberprüfung sicherer gestaltet und seine Instagram- und Facebook-Konten geschlossen habe, um das Dampfen von Personen unter 21 Jahren zu unterbinden.
Das Unternehmen gab zu bedenken, dass das Verbot der E-Zigaretten-Produkte dem Konsum nicht effektiv entgegenwirken könne. Vielmehr kämen dadurch die erwachsenen Raucher zu Schaden, für die die klassische Tabakzigarette fortan als einzige Option verfügbar sei. Dabei müsse man bedenken, dass Tabakprodukte jedes Jahr um die 40.000 Kalifornier töteten.
Ein Sprecher von Juul sagte weiterhin, dass ein Verbot der E-Zigaretten und der damit verbundenen Produkte nicht unbedingt den Gebrauch Minderjähriger verhindern könne.
Die Maßnahme in San Francisco bietet nun eine Bühne für die Kampagne für die E-Zigarette. Juul hatte bereits mit 500.000 US-Dollar zur Koalition für vernünftiges Dampfen beigetragen.
Das Unternehmen sagte weiterhin, dass man sich auch weiterhin darauf konzentrieren werde, dem Raucher eine gute Alternative zur Tabakzigarette zu bieten, denn Experten sind sich einig, dass die E-Zigarette weitaus weniger schädlich sei als die normale Zigarette, denn es seien nicht alle krebserregenden Nebenprodukte enthalten.
Noch steckt die Forschung in den Anfängen. Langzeitstudien über mögliche Schäden oder Folgen, die durch die E-Zigarette verursacht werden könnten, sind noch nicht abgeschlossen. Dennoch liegen bereits erste Erkenntnisse vor, dass das Dampfen für viele Raucher eine weniger schädliche Alternative zum Tabak darstellt. Es ist also durchaus möglich, dass sich ein Verbot der elektronischen Zigarette eher als kontraproduktiv erweisen könnte, da viele Menschen wieder auf die klassische Tabakzigarette zurückgreifen könnten. Könnte eine gute Aufklärungskampagne nicht viel mehr bewirken als ein Verbot?

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