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16

Jul

2019

Kampf gegen die E-Zigarette: Schule in Nebraska testet Schüler auf Nikotin

Die Schulverwaltung der Fairbury Junior-Senior High School im Südosten von Nebraska stellte einen alarmierenden Anstieg des Konsums von E-Zigaretten bei Schülern fest. In Toiletten, Umkleideräumen und anderenorts auf dem Schulgelände werde laut den Verantwortlichen der Schule gedampft.
Um diesem Trend entgegenzuwirken, greifen die Verantwortlichen nun zu einer drastischen Maßnahme: Ab Herbst diesen Jahres werden alle Schüler, die an außerschulischen Aktivitäten teilnehmen, einem zufälligen Nikotintest unterzogen. Dies solle für jene Schüler gelten, die an Arbeitsgemeinschaften wie Sport- oder Musikgruppen teilnähmen.
Stephen Grizzle, der Schulleiter der Fairbury Schule, sagte, es handle sich um ein riesiges Problem. Es sei sehr naiv zu glauben, die Schüler konsumierten keine E-Zigaretten. Er sagte weiterhin, dass er eine Schule schaffen wolle, in der es keine schädlichen Substanzen gebe. Mit dieser Maßnahme solle den Schülern dabei geholfen werden, die richtige Entscheidung zu treffen.
 

Anstieg des E-Zigaretten Konsums bei Schülern

Rauchen ist im Allgemeinen ein Problem, aber das Dampfen ist aktuell sehr stark verbreitet. Der Bezirk und die Schule dienen einer ländlichen Gemeinde mit etwa 3.900 Einwohnern im Südosten von Nebraska. Die neue Richtlinie für Nikotintests sei im vergangenen Monat vom Board of Education genehmigt worden, fügte der Schulleiter hinzu.
Dabei wolle man, dass diese Aktion als proaktive Maßnahme verstanden werde. Man wolle die Kinder nicht bestrafen, sondern ihnen einen Grund dafür geben, Nein zu Nikotin zu sagen.
Rauchen ist in allen Bereichen und in jeglicher Form auf dem Schulgelände bereits untersagt. Doch man verspricht sich nun von der Maßnahme, dass die Tests auch Auswirkungen auf den Nikotinkonsum außerhalb der Schule haben werden.
Nach Ansicht von Gesundheitsexperten sei der Anstieg des Konsums der elektronischen Zigaretten in Fairbury ein Anzeichen einer landesweiten Epidemie des Dampfens von Jugendlichen.
Eine Umfrage des Disease Control and Prevention aus dem Jahre 2018 ergab, dass 3,05 Millionen Schüler der High School sowie 570.000 Schüler der Middle School bereits E-Zigaretten konsumiert hatten. Die Autoren der Studie führen dies auf die hohe Beliebtheit der E-Zigaretten der Marke Juul zurück, die einem USB-Stick gleichen. Der Vorteil dieser Produkte liegt in der Möglichkeit, sie diskret verwenden zu können. Außerdem gibt es die Liquids in verschiedenen Geschmacksrichtungen, die Jugendliche ansprechen.


Wie soll der Nikotintest durchgeführt werden?

Einmal im Monat werden 20 bis 25 Kinder in Fairbury nach dem Zufallsprinzip ausgewählt, um durch einen Urintest auf Nikotin untersucht zu werden, sagte Schulleiter Grizzle. Sollte sich herausstellen, dass Nikotin konsumiert worden ist, wird der betreffende Schüler zehn Tage von der Teilnahme an den außerschulischen Aktivitäten suspendiert.
Bei einem wiederholten Vorfall müssen schon 45 Tage ausgesetzt werden. Darüber hinaus werde der Schüler dazu verpflichtet, sich auf eigene Kosten von einem zertifizierten Drogenberater oder von einem zugelassenen Psychiater untersuchen zu lassen. Bei einem dritten Verstoß sollen die betreffenden Schüler 12 Monate lang nicht mehr an außerschulischen Aktivitäten teilnehmen dürfen.
Grizzle sagte dazu, dass das Dampfen nicht nur ungesund sei, sondern auch gegen das Gesetz verstoße. Daher sollten Jugendliche nicht in der Lage sein, diese Produkte zu kaufen. Außerdem könnten sich die Schüler so mehr auf den Unterricht konzentrieren, wenn sie sich nicht mehr damit beschäftigten, wann und wo sie dampfen könnten.


Jugendliche und E-Zigaretten in den USA

Zahlreiche Bundesstaaten in den USA haben bereits Versuche unternommen, den Konsum von E-Zigaretten Jugendlicher zu unterbinden. Mindestens ein Dutzend Staaten setzten bereits das Mindestalter für den Kauf von Tabakprodukten auf 21 hoch. In Nebraska sind E-Zigaretten für Konsumenten ab dem 18. Lebensjahr legal. Doch der Gesetzgeber unternimmt gerade Versuche, das Alter auf 19 hochzusetzen.
Dr. Sharon Levy, Kinderärztin und Leiterin des Programms für jugendlichen Substanzkonsum und Sucht im Boston Children's Hospital, sagte, die meisten Jugendlichen hätten keine Ahnung, wie gefährlich das Dampfen sein kann.
Die Wissenschaftlerin führte aus, dass Nikotin in den E-Zigaretten enthalten sei. Aber der Unterschied liege darin, auf welche Weise das Nikotin abgegeben werde. Es sei nach Levys Aussage möglich, schneller eine höhere Dosis zu konsumieren. Beim Dampfen nähmen die Teenager hauptsächlich Nikotin zu sich, aber die Geräte könnten auch mit Marihuana befüllt werden.
Die unter Jugendlichen beliebte Marke Juul könne mit hohen Dosen an Nikotin konsumiert werden. Levy führte aus, dass es auch darum problematisch sei, da man noch nicht wisse, wie sich das Nikotin der E-Zigaretten auf lange Sicht auf das Gehirn der Jugendlichen auswirken könne.

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