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08

Apr

2019

Verführen Aromen Jugendliche zum Konsum von E-Zigaretten?

Im vergangenen Jahr hat die US-amerikanische Food and Drug Administration (FDA) ein Verkaufsverbot für elektronische Zigaretten mit Frucht- und Bonbongeschmack erlassen. Betroffen von diesem Verbot sind der Einzelhandel und Tankstellen. Das bedeutet, dass an diesen Verkaufsstellen nur Tabak-, Minz- und Menthol-Aromen verkauft werden dürfen.
Spezielle Vape-Shops sind davon allerdings nicht betroffen. Mit der Maßnahme will die FDA dem Anstieg des Konsums von E-Zigaretten bei Jugendlichen entgegenwirken. Für die Hersteller und Vertreiber der Aromen könnte dies allerdings ein herber Verlust sein.
Als weiteren Schutz für Minderjährige will die FDA nun auch strengere Vorschriften zur Altersverifizierung für den Online-Verkauf von E-Zigaretten und den dazugehörigen Liquids einführen.

Frucht- und Schoko-Aromen beliebt bei Jugendlichen

Samir Soneji vom Darthmouth College in New Hampshire, USA, führte eine Studie durch, um herauszufinden, welche Altersgruppen bestimmten Geschmacksrichtungen den Vorzug geben. Hierbei fanden die Wissenschaftler heraus, dass das Angebot verschiedener Aromen auf Jugendliche eine viel größere Wirkung hat als auf Erwachsene.
Weil die Aromen nach Früchten oder Süßigkeiten schmeckten, konsumierten Teenager und auch junge Erwachsene eher E-Zigaretten als ältere Menschen. Mehr als 90 % der Teenager gaben an, dass sie dem Dampfen aufgrund der Aromen den Vorzug gäben. Bei entsprechender Befragung der älteren Konsumenten wurden andere Gründe angeführt, etwa gesundheitliche Motivationen, aber auch der finanzielle Aspekt wurde erwähnt. Außerdem bevorzugten Erwachsene eher Tabak-Aromen.

Warum werden diese Maßnahmen durchgeführt?

Die Regierung musste handeln, denn Daten haben ergeben, dass insbesondere unter Jugendlichen der Konsum von E-Zigaretten stark angestiegen sei. Die FDA sprach von einem Zuwachs von mehr als 75 %. Scott Gottlieb, der FDA-Kommissar, sprach von einem allgegenwärtigen und gefährlichen Trend unter Teenagern. Dieses Wachstum kann auch an dem Anstieg der Verkaufszahlen von Juul illustriert werden.
Zwischen 2016 und 2018 stieg dessen Verkauf von Dampfgeräten von 2,2 Millionen auf 16,2 Millionen an. Im vergangenen Jahr drohte die Regierung bereits damit, Juul und weitere vier Trendmarken zu verbieten, sollten die Hersteller keine Maßnahmen ergreifen, um die Verwendung der Geräte durch Jugendliche zu verhindern. Den größten Einfluss der Einschränkungen dürfte die Liquids betreffen, die in Drogerien in zahlreichen Geschmacksrichtungen erhältlich waren, unter anderem Mango, Minze, Fruchtaromen und Creme.


Schutz von Kindern und Jugendlichen

In Deutschland sind die Auflagen, die dem Schutz von Kindern und Jugendlichen dienen, sehr streng. Es ist in Deutschland generell verboten, Dampfgeräte und Liquids an Minderjährige abzugeben. Beim Online Kauf muss der Empfänger sein Alter durch Vorlage der Ausweispapiere verifizieren.
Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte kritisiert die großangelegten Kampagnen für die E-Zigaretten, denn es wird befürchtet, dass das Rauchen damit wieder salonfähig gemacht werden könnte, was die jahrelange Aufklärungsarbeit wieder zunichtemachen könnte.
Darüber hinaus seien nach Aussage des Verbands die E-Zigaretten alles andere als harmlos, denn in den Liquids seien neben künstlichen Aromastoffen auch Geschmacksstoffe und Nikotin enthalten. Der Verband fordert aus diesem Grunde auch für die E-Zigarette das komplette Werbeverbot, wie es bereits für Zigaretten der Fall ist.
Eine weitere Studie des Instituts für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord) in Kiel sagt aus, dass das Dampfen den Jugendlichen den Umstieg zur Tabakzigarette erleichtern könnte. Schüler der zehnten Klasse wurden ein halbes Jahr lang beobachtet. 22 % der Teilnehmer begannen mit dem Rauchen von Tabakzigaretten, nachdem sie zuerst E-Zigaretten konsumiert hatten. In der Vergleichsgruppe der absoluten Nichtraucher griffen nur 10 % zum Glimmstängel.
Allerdings gibt es noch sehr viele Aspekte, die noch nicht vollständig geklärt sind. Zahlreiche Dampfer wissen nicht, wo sie dampfen können und wo nicht. Allgemein gilt: es gibt kein Gesetz, das das Dampfen in öffentlichen Bereichen oder Gebäuden verbietet. Dies obliegt individuell dem Hausrecht. Trotzdem hat sich das Verbot des Dampfens in vielen Bereichen bereits durchgesetzt, obwohl dadurch keine Geruchsbelästigung entsteht.

Die E-Zigarette und ihre Vorzüge

Nun sollte die E-Zigarette nicht vollends verteufelt werden, denn für zahlreiche ehemalige Raucher stellt sie einen adäquaten Ersatz zur Tabakzigarette dar. Viele Raucher konnten es schaffen, sich das Rauchen damit abzugewöhnen. Auch wenn die Umstellung für einige Menschen sich schwierig gestaltete, beschrieben zahlreiche ehemalige Raucher, dass ihnen mit Hilfe der E-Zigarette der Verzicht auf das Rauchen leichter gefallen sei, da man auch hierbei etwas in der Hand halte und Rauch aus dem Mund austrete, wodurch das Rauchen simuliert wird.
Es ist richtig, dass es besser ist, vollends auf das Rauchen oder Dampfen zu verzichten, aber die E-Zigarette ist für viele Menschen, die aus dem Tabakkonsum aussteigen möchten, eine gute Option.

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