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25

Feb

2019

Hongkong will E-Zigaretten verbieten - sinnvolle Maßnahme oder gefährlicher Unsinn?

 
Die Regierung von Hongkong hat vor kurzem Pläne veröffentlicht, nach denen der Import, der Verkauf, die Herstellung und die Vermarktung von „neuartigen Raucher-Produkten“ illegal werden soll. Ab dem 20. Februar 2019 droht jeder Person und jedem Unternehmen, die gegen eines der oben aufgelisteten Verbote verstößt, eine Geldstrafe von 50.000 HK$ (5.600 Euro). 
Die Sonderverwaltungszone Chinas schließt sich damit einer Reihe von anderen Staaten und Ländern an, in denen E-Zigaretten und ähnliche Produkte ebenfalls illegal sind. In 39 Rechtsordnungen der Welt sind Alternativen zu Tabakzigaretten verboten, darunter Brasilien, Thailand und die Vereinigten Arabischen Emirate. In anderen Ländern, wie z.B. Australien, sind die Produkte zum Teil reguliert. Dort dürfen derzeit nur Liquids für E-Zigaretten ohne Nikotingehalt verkauft und benutzt werden.
Der große Kampf gegen die neuartige Technologie wirft die Frage auf, ob solche Verbote wirklich sinnvoll sind, oder ob sie eine Gefahr für die Gesellschaft darstellen. Schließlich gibt es mittlerweile unzählige Erfolgsgeschichten von ehemaligen Rauchern, die ihre Sucht durch E-Zigaretten endlich besiegen konnten.
Heute wollen wir die Hintergründe des neuen Gesetzes in Hongkong untersuchen. Dabei wollen wir herausfinden, ob es sich dabei um eine sinnvolle Maßnahme handelt, oder ob das Gesetz eine Gefahr für die Bevölkerung darstellt.

 
Was sind die HintergrĂĽnde fĂĽr das neue Gesetz?

Das neue Gesetz in Hongkong ist auf den ersten Blick sehr überraschend. Schließlich leidet kaum ein anderes Land auf der Erde so unter den gesundheitlichen Folgen des Rauchens wie China – über 50% der männlichen Erwachsenen rauchen, und Lungenkrebs ist die häufigste Todesursache. Da scheint ein Verbot von gesünderen Alternativen, die ein nachweislich effektives Mittel zur Bekämpfung der Sucht nach Zigaretten darstellen, doch mehr als fragwürdig.
Laut der Regierung von Hongkong ist der Grund für das Verbot, dass junge Menschen vor E-Zigaretten geschützt werden sollen. Nach ihnen ist der Schutz der Jugend wichtiger als das Bereitstellen einer gesünderen Alternative für Raucher. Laut Antonio Cho-shing Kwong, Vorsitzender des Hong Kong Council on Smoking and Health, werden E-Zigaretten als trendige Produkte für junge Menschen vermarktet, die noch gar nicht rauchen. Da der Anteil von Rauchern unter den Sekundarschulkindern unter 2,5% liegt, seien Produkte, die diese Kinder anziehen, sehr gefährlich.
 

Was spricht fĂĽr und was gegen ein Verbot von Alternativen zu Tabakprodukten?

Tatsächlich gibt es einige Fakten, die die Aussagen von Antonio Cho-shing Kwong untermauern. So besteht zum Beispiel nur die Hälfte der 3 Millionen Nutzer von E-Zigaretten in GroĂźbritannien aus ehemaligen Rauchern. Auch in den USA waren die Geräte bereits viel Kritik ausgesetzt. Dort wurde zum Beispiel das Unternehmen JUUL, dessen Geräte 75% des gesamten Marktes fĂĽr Alternativen zu Tabakprodukten ausmachen, dafĂĽr kritisiert, dass sie ihre Produkte speziell an junge Menschen vermarkten. 
In der Realität sollten diese Aussagen jedoch relativiert werden. So ist zum Beispiel nicht bekannt, wie viele der Nutzer von E-Zigaretten ohne die Technologie stattdessen mit dem Rauchen angefangen hätten. Der Anteil der minderjährigen Raucher ist nämlich so niedrig wie fast noch nie zuvor – und er sinkt jedes Jahr noch weiter.
So wichtig der Schutz der Jugend auch ist, ein komplettes Verbot von E-Zigaretten dürfte kaum die beste Lösung darstellen. Zudem ist es sehr gut möglich, dass der Jugendschutz nicht der Hauptgrund für das Verbot ist. In der Vergangenheit gab es bereits mehrere Fälle, in denen politische Gründe (z.B. entgangene Steuereinnahmen aus Tabakprodukten) für ein Verbot von E-Zigaretten verantwortlich waren.
 

Fazit

Das Verbot der Regierung von Hongkong ist ganz sicher als negativ zu bewerten. Auch wenn die genauen langfristigen Folgen des Konsums von E-Zigaretten noch nicht eindeutig bekannt sind, gilt es mittlerweile als akzeptiert, dass die Geräte um bis zu 95% weniger schädlich sind als herkömmliche Zigaretten. Bei den enormen gesundheitlichen Gefahren für Raucher dürfte es als sicher gelten, dass ein Verbot von alternativen Produkten in Ländern wie China auf Dauer Millionen von Leben kosten wird.
Was auch immer der genaue Grund für das Verbot ist, es gäbe ohne Frage bessere Lösungen. Zum Beispiel könnten die Regierungen den Herstellern von E-Zigaretten strengere Auflagen hinsichtlich der Vermarktung ihrer Produkte auferlegen. Ein komplettes Verbot der Geräte hat am Ende wahrscheinlich nur zwei Folgen: entweder, der Verkauf und die Nutzung von E-Zigaretten werden in den Untergrund getrieben, oder die Nutzer der Geräte steigen wieder auf normale Zigaretten um. Auf lange Sicht sind beide Alternativen wenig attraktiv – sowohl für die Bevölkerung wie auch für die Regierung.

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