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25

Jul

2018

​Können E-Zigaretten dabei helfen, mit dem Rauchen aufzuhören?


Was zu Beginn gesagt werden muss ist, dass eine E-Zigarette keine probate und adäquate Methode ist, sich vollständig von Nikotin zu entwöhnen, obwohl viele ehemalige Raucher es auf diese Art und Weise versucht haben und damit auch erfolgreich waren. Dies liegt allerdings auch mit der sukzessiven Verringerung des Nikotingehaltes zusammen. Hier wird vordergründig mehr die Sucht auf eine andere verlagert, bei der mit einer routinierten Angewohnheit fortgefahren wird.

In diesem Artikel beschäftige ich mich mit der Frage, ob es durch E-Zigaretten möglich ist, mit dem Rauchen aufzuhören – unabhängig von der gleichermaßen interessanten Frage, ob diese Sucht mit Hilfe von E-Zigaretten komplett aufgegeben werden kann.

Was macht das Verlangen nach einer Zigarette aus?

Im Allgemeinen kann man das Verlange nach einer Zigarette in zwei unterschiedliche Typen unterteilen:

   - körperliche Abhängigkeit

   - psychische Abhängigkeit
 

Bei der körperlichen Abhängigkeit ist die bestehende Nikotinsucht kennzeichnend. Diese ist einfach ausgedrückt das Ergebnis der Aktivierung des Belohnungszentrums in unserem Gehirn durch spezifische Stoffwechselveränderungen. Alles woran wir und unser Gehirn gefallen finden, wird im Unterbewusstsein abgespeichert, was auch das entscheidende Momentum bei legalen und illegalen Suchtstoffen ist.

Für eine schnell gebildete Sucht ist jedoch nicht ausschließlich das Nikotin verantwortlich, sondern im viel stärkeren Ausmaß die Verbindung von Nikotin mit anderen Stoffen im Tabak. Wenn Sie in den Medien also auf Berichte stoßen, in denen die negativen Faktoren des Nikotins bei E-Zigaretten vorrangig thematisiert werden, muss hier eine klare Differenzierung gemacht werden. Den Konsum von Nikotin durch Tabakzigaretten mit dem durch E-Zigaretten zu vergleichen ist alles andere als seriös, da durch das Verbrennen von Nikotin in Verbindung mit unterschiedlichen Zusatzstoffen durch den Rauch eine ganz andere Wirkung entsteht.

Dies ist eine sehr schwierige Thematik, welche auch innerhalb der Wissenschaft immer wieder zu kontroversen Diskussionen führt und bestimmt noch nicht abschließend erforscht wurde. Wie bei allen süchtig machenden Stoffen gilt auch hier, dass die konsumierte Menge ausschlaggebend ist.

Bei der psychischen Abhängigkeit kann sehr klar veranschaulicht werden, in welchem Grad auch unser Gehirn Teil dieses Prozesses ist. Die Macht der Gewohnheit sagt uns, dass eine Zigarette nach dem Essen oder an einem entspannten Abend oder einer aufregenden Nacht irgendwie dazu gehört.

Raucher haben beim Tabakkonsum oft Verbindungen zu alltäglichen Erfahrungen wie Stress, Ablenkung, sozialen Kontakten oder Erregung, wodurch die psychische Abhängigkeit für viele Menschen noch stärker entscheidend ist als die körperliche Abhängigkeit, da die beschriebenen Prozesse hier noch „tiefgründiger“ stattfinden.

Inwiefern kann eine E-Zigarette dieses Verlangen ersetzen?

In diesem Teil möchte ich mich mit einer 2013 veröffentlichten Studie befassen, bei der neuseeländische Wissenschaftler die Wirksamkeit von E-Zigaretten als Mittel zur Raucherentwöhnung untersuchten. Die insgesamt 657 Probanden, die an dieser Studie teilnahmen, waren mindestens 18 Jahre alt und mussten  zudem die Absicht haben, ihre Sucht zu bekämpfen und mit dem Rauchen aufhören zu wollen.

 

Verfahrensweise:

In dieser Studie wurden herkömmliche Zigaretten durch E-Zigaretten mit einem Nikotingehalt von 16 mg/ml sowie durch Nikotinpflaster und auch durch nikotinfreie E-Zigaretten ersetzt. Diese wurden unter den Probanden im Verhältnis von 4:4:1 verteilt, dadurch bekamen 292 Personen jeweils eine nikotinhaltige E-Zigarette, ebenfalls 292 Personen ein Nikotinpflaster, und die restlichen 73 Probanden erhielten eine nikotinfreie E-Zigarette. Diese Klassifizierung wurde zufällig vorgenommen, ohne dass bisherige Rauchgewohnheiten berücksichtigt wurden.

Ablauf:

Die Probanden wurden nach einer Eingewöhnungsphase von einer Woche aufgefordert, das Rauchen von diesem Zeitpunkt an zu stoppen. Nach einem Zeitraum von einem, drei und sechs Monaten sollten die Teilnehmer ihr aktuelles Rauchverhalten bewerten, außerdem gehörte ein Atemtest mit Kohlenmonoxid zur Überprüfung zum Bestandteil der Studie.

Ergebnisse:

Das Ergebnis nach Beendigung der sechs Monate dauernden Studie war sehr interessant,  da es zeigte, dass die prozentualen Anteile der Probanden, die unter Nutzung der jeweiligen Ersatzmittel das Rauchen komplett eingestellt hatten, wie folgt sind.

   - Nikotinhaltige E-Zigarette: 7,3 % der Probanden

   - Nikotinpflaster: 5,8 % der Probanden

   - Nikotinfreie E-Zigarette: 4,1 % der Probanden

 

Darüber hinaus haben diese Probanden mit Hilfe der jeweiligen Ersatzmittel anteilig das Rauchverhalten um mindestens die Hälfte reduziert:

 

   - Nikotinhaltige E-Zigarette: 57 % der Probanten

   - Nikotinpflaster: 41 % der Probanten

   - Nikotinfreie E-Zigarette: 45 % der Probanten

 

Die Wahrscheinlichkeit einer dauerhaften Aufgabe von Tabakzigaretten ist interessanterweise bei Tests mit allen drei Ersatzmitteln in den ersten Tagen nach Beginn der Studie eher gering, in der Endphase der Studie (nach sechs Monaten) allerdings wurde diese immer größer, was als weiterer Beweis dafür gesehen werden kann, dass die Entwöhnung des Rauchens in diesem Zeitraum nur extrem schwer gelingt. Die Wahrscheinlichkeit eines dauerhaften Aufhörens mit dem Rauchen lag bei den Probanden, an die nikotinhaltige E-Zigaretten ausgehändigt wurden, durchgehend über diesem Niveau.

Fazit – Rauchen Aufhören mit E-Zigarette:

Mit dieser Forschungsstudie wird aufgezeit, dass E-Zigaretten ein hilfreicher Ersatz bei der Entwöhnung vom Rauchen sein können, vor allem wenn es einem notorischen Raucher sehr schwer fallen sollte, vom einen auf den anderen Tag vollständig mit dem Rauchen aufzuhören. Auch lässt sich aus dieser Studie der Schluss ziehen, dass über 35 % der Probanden, die nikotinhaltige E-Zigaretten bekamen, es nicht geschafft haben, ihren Tabakkonsum mindestens zu halbieren.

Vor allem ist hier meiner Meinung nach der Bezug zur psychischen Abhängigkeit zu ziehen, über die ich zuvor bereits berichtete. Eine E-Zigarette kann für Personen, die von Tabak- zu E-Zigaretten umsteigen wollen, oder zumindest für all diejenigen, die dies einmal versuchen wollen, zu Beginn nicht das gleiche Erlebnis bieten wie herkömmliche Zigaretten. Zum einen verläuft die Aufnahme des Nikotins viel langsamer als beim normalem Tabakkonsum. Diese Umstellung muss also zunächst einmal im Kopf erfolgen. Der Umstieg auf E-Zigaretten wirkt also ausschließlich auf die körperliche Abhängigkeit ein.

Vielen Rauchern ist es wahrscheinlich auch einfach zu kompliziert und aufwendig, sich erst einmal über die Funktionen, die richtige Handhabung und Anwendung und weitere wichtige Merkmale zu informieren, die für den Gebrauch von E-Zigaretten entscheidend sind. Neben einem benötigten Zeitraum der Eingewöhnung muss auch viel experimentiert und ausgetestet werden, um für sich das beste Zubehör für das Dampfen zu finden. Die Nutzung von E-Zigaretten bedarf außerdem vielerlei an Vorabplanung. Wenn z.B. vielleicht der Akku der einzigen eigenen E-Zigarette plötzlich leer ist, aber die nächste Tankstelle oder der nächste Kiosk in Reichweite ist, ist es schwer wirklich von dem Verlangen loszukommen. Deswegen ist der eigene Wille hier von entscheidender Bedeutung. Gerade diese häufig nicht vorhandene Willenskraft macht es Konsumenten so schwer, mit dem Rauchen aufzuhören.


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