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14

Jun

2018

Geschichte der E-Zigarette

Die Erfindung der elektronischen Zigarette

Während sich die Menschen früher kaum Gedanken über die gesundheitlichen Folgen des Rauchens machten, entwickelte sich in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts langsam das Bewusstsein, dass Zigaretten extrem schädlich für die menschliche Gesundheit sind und zu schweren langfristigen gesundheitlichen Problemen führen können. Viele Menschen versuchten daraufhin selbstverständlich, mit dem Rauchen aufzuhören. Wie jeder Raucher aber wissen wird, ist dies alles andere als einfach. Und so entwickelte sich schnell eine ganze Industrie für Produkte, die Menschen dabei helfen sollen, das Rauchen aufzugeben. 

Von Kaugummis mit Nikotin bis zu Pflastern, die den Körper über die Haut mit dem süchtig machenden Stoff versorgen, fand sich schnell eine Fülle von Hilfsmitteln. Jedoch vermissten viele Raucher bei all diesen Dingen eines: das Gefühl, wirklich an einer Zigarette zu ziehen und dabei Rauch einzuatmen. Die Sucht des Rauchens ist nämlich nicht nur mit der körperlichen Abhängigkeit von Nikotin verbunden, sondern vor allem auch mit der mentalen Gewohnheit, eine Zigarette im Mund zu haben. 

Mit dieser Erkenntnis machten sich verschiedene Personen daran, eine Alternative zur gewöhnlichen Zigarette zu entwickeln, die nicht oder zumindest weniger schädlich für die menschliche Gesundheit ist. Bereits im Jahr 1963 reichte Herbert A. Gilbert so ein Patent für eine „rauchfreie, tabakfreie Zigarette“ ein, das im Prinzip identisch mit der heute so populären E-Zigarette war. Genau wie bei den modernen Geräten sollte in seiner Erfindung eine nikotinhaltige Flüssigkeit eingesetzt werden, die durch Erhitzung zu Dampf umgewandelt und vom Benutzer eingeatmet werden sollte. 

Leider fand die erste E-Zigarette der Welt damals keine Investoren und wurde niemals kommerziell vermarktet. Und nicht nur das: Bis zur Jahrtausendwende gab es keinerlei neue Entwicklungen, was die Einführung der ersten E-Zigarette anging. Die Gründe dafür sind nicht wirklich bekannt, aber viele Menschen vermuten, dass die amerikanische Tabaklobby einen großen Einfluss darauf hatte, da sie selbstverständlich eine Gefahr für ihr Geschäft befürchteten und diese mit allen Mitteln unterbinden wollte. Und wie allgemein bekannt ist, haben die Lobbys der großen Industrien wie Öl oder Tabak in den USA einen enormen Einfluss auf die Politik, womit diese Erklärung durchaus plausibel ist.

Ein weiterer möglicher Grund für den Mangel an Aktivität im Bereich der E-Zigaretten ist, dass das Rauchen erst in den 1990er Jahren in der Gesellschaft so richtig in Kritik kam. Bis zu dieser Zeit war das Rauchen noch in allen Restaurants, Bars und sogar in Flugzeugen gestattet. Und obwohl die gesundheitlichen Gefahren von Zigaretten langsam bekannt wurden, machte sich ein Großteil der Gesellschaft immer noch nicht wirklich große Sorgen darum. Daher kann es auch schlicht der Fall gewesen sein, dass für die E-Zigarette noch kein echter Markt bestand und daher auch keine großen Anstrengungen unternommen wurden, ein solches Produkt zu entwickeln.

Entwicklung der E-Zigarette, wie wir sie heute kennen

Über die 1990er Jahre entwickelte sich auf der ganzen Welt bekanntermaßen das Bewusstsein, dass Rauchen sehr ungesund ist. Ein Großteil der Menschheit wollte daher mit dem Rauchen aufhören, womit sich auf einmal ein riesiger Markt bildete. Es war also nur eine Frage der Zeit, bis eine neue Version der elektronischen Zigarette das Licht der Welt erblickte.

Genau so kam es auch im Jahr 2003, als der chinesische Pharmakologe Hon Lik ein neues Gerät entwickelte, das einen ähnlichen Mechanismus wie die E-Zigarette von Herbert A. Gilbert verwendete. Auch hier wurde eine nikotinhaltige Flüssigkeit in Dampf verwandelt, den der Benutzer dann inhalieren konnte. Dieser Dampf ist bekanntermaßen wesentlich gesundheitsverträglicher als der Rauch von Zigaretten, und zudem bekommt der Verbraucher das Gefühl, wirklich an einer Zigarette zu ziehen. Dadurch können viele Menschen leichter auf das Rauchen gewöhnlicher Zigaretten verzichten. Hon Lik nutzte bereits Propylenglykol für die Mischung der nikotinhaltigen Flüssigkeit, welche in einem Zylinder verdampft und dann über ein Mundstück inhaliert wird. Diese Technologie wird auch heute noch verwendet, womit Hon Lik als der Vater der modernen E-Zigarette gesehen werden darf. 

Die E-Zigarette wurde zuerst in China populär, doch bereits im Jahr 2005 wurden die ersten Geräte im Ausland verkauft. Seitdem wuchs die Popularität der elektronischen Zigarette konstant an, und heute schaffen es jedes Jahr Millionen von Menschen, mithilfe dieser Technologie mit dem Rauchen aufzuhören. Logischerweise machten sich daher mehrere Menschen daran, die ursprüngliche Version der E-Zigarette zu verbessern und meldeten Patente auf verbesserte Technologien an. Vor allem in England und in den USA gab es viele dieser Patentanmeldungen. Zum Beispiel wurde der Verdampfer früher im Mundstück eingesetzt und dann durch eine neue Version in den Flüssigkeitsbehälter verlegt, was die Dampfentwicklung wesentlich verbesserte.

Die Verbreitung der elektronischen Zigarette

In den Jahren seit 2005 hat sich die elektronische Zigarette zu einer echten Alternative zum herkömmlichen Rauchen entwickelt. Auch die Tabakindustrie musste irgendwann einsehen, dass die Verbreitung der E-Zigarette nicht aufzuhalten ist. Daher arbeiten heute viele Zigarettenhersteller daran, selbst in den elektronischen Markt einzusteigen. Zum Beispiel kaufte Imperial Tobacco das Patent von Hon Link für unglaubliche 75 Millionen US-Dollar.

Auch für Regierungen auf der ganzen Welt schuf die Verbreitung der E-Zigaretten eine neue Herausforderung. Da keinerlei Langzeitstudien zu dieser neuen Technologie verfügbar waren, war die Frage der Regulierung von E-Zigaretten durchaus kompliziert. Die Weltgesundheitsorganisation veröffentlichte zum Beispiel eine Erklärung, dass elektronische Zigaretten nicht offiziell als Rauchentwöhnungsmittel von ihr akzeptierten wurden. Über die Jahre gab es daraufhin selbstverständlich zahlreiche Untersuchungen, um die Verträglichkeit von E-Zigaretten mit der menschlichen Gesundheit festzustellen. 

Trotzdem wurde die E-Zigarette zu Beginn gleich in mehreren Ländern verboten. In Australien und Kanada zum Beispiel war die Technologie am Anfang komplett illegal. Andere Länder wie die Vereinigten Staaten regulierten den Import von E-Zigaretten. Und auch in Deutschland gab es mehrere Gerichtsurteile zur Aufnahme von E-Zigaretten in das Arzneimittelgesetz. Mittlerweile ist die E-Zigarette in manchen dieser Länder wieder erlaubt, aber immer noch reguliert.


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